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  Farbräume und Farbpsychologie

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Farbräume. Farben werden in so genannten Farbräumen organisiert. Die zwei bekanntesten Farbräume sind CMYK und RGB. Der CMYK-Farbraum dient zur Publizierung auf Papier. Man spricht dabei vom subtraktiven Farbmodell. Die drei Grundfarben Yellow, Magenta und Cyan ergeben Schwarz, meist wird, um höhere Deckkraft zu erzielen, noch Schwarz separat beigegeben.


Der RGB-Farbraum dient zur Publizierung auf dem Monitor. Man spricht dabei vom additiven Farbmodell – die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau zusammen ergeben Weiß. Jede Farbe auf dem Bildschirm wird durch eine Mischung der drei Grundfarben Rot, Grün und Blau erzeugt.
Die Farbtiefe, gemessen in Bit, bestimmt die maximale Anzahl darstellbarer Farben:

1-Bit = 2 Farben (monochrom)
8-Bit bedeuten 28 = 256 Farben (indiziert)
16-Bit bedeuten 216 = 65.536 Farben (HiColor)
24 Bit bedeuten 224 = 16,7 Millionen Farben (True Color)
32 Bit bedeuten 232 = 4,29 Mrd Farben (True Color)

Die Farbtiefe wird durch Faktoren wie Monitor, Grafikkarte und Systemeinstellungen beeinflusst. So kann eine Grafikkarte mit 1 MByte Speicher bei einer Auflösung von 800 x 600 Bildpunkten 64000 Farben darstellen, während sie bei einer Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten nur 256 Farben darstellen kann.

Harmonie

Farben kommunizieren miteinander, können sich gegenseitig verstärken oder stören. Man spricht dann von Farbharmonie, Kontrasten oder Disharmonie. Als Farbharmonie wird eine als angenehm empfundene Kombination von Farbtönen bezeichnet. Was als angenehm empfunden wird, ist bis zu einem gewissen Grad vom Betrachter abhängig, es gilt aber folgende Grundregel: Wenn von den drei Grundfarben Rot, Gelb und Blau eine weggelassen wird, bilden die verbleibenden zwei Farben eine harmonische Kombination. Auch Abstufungen einer Farbe werden als harmonisch empfunden.

Beispiel

Wenn Farben sich stark voneinander abheben, handelt es sich um Kontraste. Den stärksten Kontrast bilden Komplementärfarben. Eine Komplementärfarbe entsteht, indem die jeweils verbleibenden zwei Farben des Farbkreises gemischt werden.
Farben beeinflussen sich gegenseitig, so kann ein und dieselbe Farbe entweder leuchtend oder matt wirken, je nachdem, auf welchem Hintergrund sie sich befindet. Für das platzsparende elektronische Publizieren von Bildern sind Farbpaletten von großer Bedeutung. Eine Farbpalette ist eine Tabelle, die alle Farben enthält, die innerhalb einer Grafik oder für einen bestimmten Browser oder ein bestimmtes Betriebssystem verfügbar sind. Wenn eine Farbe nicht in der Palette vorgefunden wird, wird die Farbe genommen, die der gewünschten Farbe am nächsten steht.

Farbpsychologie

Die psychologische Wirkung einzelner Farben, wie Farbberater sie definieren:

 

Hier ein paar Assoziationen:
  • Rot: anregend, aktiv, stark, dynamisch, aber auch warnend und aggressiv.
  • Orange: warm, froh, gesellig, genussvoll, energetisch, aktiv, aber auch billig, aufdringlich und laut.
  • Blau: stabil, seriös, beruhigend, rational, spirituell, göttlich, harmonisch, ruhig, aber auch kalt, übermäßig tugendhaft, lästig, undurchschaubar.
  • Violett: weiblich, würdevoll, phantasievoll, empfindsam, intuitiv, außergewöhnlich, kreativ, selbstlos, aber auch Eitelkeit und Einsamkeit, überheblich, unreif.
  • Bordeaux: optimistisch, selbstbewußt, stark, bestimmt, aufregend, positiv aber auch aggressiv, herrschsüchtig, dominierend, bedrohlich.
  • Rosa: sanft, ansprechbar, zugänglich, nicht bedrohlich,aber auch mitleiderregend, übervorsichtig.
  • Grün: ausgeglichen, harmonisch, frisch, Naturverbundenheit, Entspannung und Ruhe, aber auch Unerfahrenheit (Grünschnabel).
  • Gelb: hell, heiter, warm, stärkend, aufheiternd, optimistisch, Herbst, Reife, aber auch Feigheit, Verrat und Neid.
  • Grau: seriös, neutral, ausgewogen, dezent, zurückhaltend, aber auch Elend, Trostlosigkeit, unverbindlich, unbestimmt.
  • Schwarz: feierlich, raffiniert, eigenwillig, sinnlich, geheimnisvoll, stark, dramatisch, neutral, seriös, aber auch düster, reserviert, streng, hart, Trauer.
  • Braun: Anpassung und Bequemlichkeit, aber auch die Schwere.
  • Weiß: seriös, rein, klar, frisch, futuristisch, aufrichtig, frei, neutral, festlich, aber auch nüchtern, kalt.
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Natürlich hängt es nicht nur von der einen Farbe ab, der Inhalt (Text) ist ebenso ausschlaggebend.

Meine Farbwahl für Grafikland.
Grau: seriös, neutral, ausgewogen, dezent
Rosa (sanft, ansprechbar, zugänglich)
Weiß: seriös, rein, klar, frisch, futuristisch, aufrichtig, frei, neutral.

Für alle Plattformen

Daraus ergibt sich auch die Herausforderung für den Webdesigner, Grafiken so zu optimieren, dass sie möglichst auf allen Plattformen gleich aussehen. Paletten können als separate Dateien vorliegen und finden nur bei 8-Bit-Grafiken Anwendung. Sie enthalten maximal 256 Farben, so genannte "indizierte Farben". Je weniger Farben zum Einsatz kommen, desto geringer ist die Dateigröße. Paletten können für jede Grafik individuell aus dem zur Verfügung stehenden Fundus von 16,4 Millionen Farben organisiert werden, wenn aber zwei solcher Grafiken gleichzeitig dargestellt werden sollen, kommt es bei einer von beiden zwangsläufig zu Falschfarben. Deshalb wurden für das Web Standardpaletten festgelegt.
   Da Netscape und der Internet Explorer unterschiedliche Paletten haben, bleibt für die Verwendung im WWW eine Palette von 216 Farben, die als "Browser-sicher" betrachtet werden kann.

 

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